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Digitalisierung als Chance begreifen

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Wirtschaftsreihe bei der Sparkasse Tauberfranken in Lauda fortgesetzt / Ausschussvorsitzender im Deutschen Bundestag, MdB Alois Gerig, ebenfalls zu Gast

Lauda-Königshofen. In der vergangenen Woche setzte die Junge Union (JU) Lauda-Königshofen ihre im Herbst 2015 begonnene Wirtschaftsreihe bei der Sparkasse Tauberfranken fort. "Die Sparkasse Tauberfranken ist eine fest in unserer Heimat verwurzelte Bank mit 200-jähriger Geschichte und für viele Menschen ein verlässlicher Partner. Wir freuen uns daher besonders, vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um Niedrigzins und Kontogebühren uns selbst ein Bild von der Lage vor Ort machen zu können", schickte der JU-Stadtverbandsvorsitzende Marco Hess voraus. Als Junge Union wolle man, so Hess weiter, mit den Unternehmen und Institutionen in der Heimat den Dialog suchen, Einblicke erlangen und so selbst auch die heimischen Arbeitgeber - auch unter dem Aspekt der Ausbildungsmöglichkeiten – näher kennenlernen. Besonders freute sich der Vorsitzende neben der Anwesenheit des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Reiner, den Regionaldirektoren Marco Schneider und Wolfgang Albert sowie Aus-und Fortbildungsleiter Jochen Müller auch über den Besuch des örtlichen Wahlkreisabgeordneten im Deutschen Bundestag und Ausschussvorsitzenden
Alois Gerig. Auch Vertreter aus der CDU-Fraktion im Gemeinderat schlossen sich der interessierten Runde an.
Seitens der Sparkasse gab Dir. Wolfgang Reiner einen Rück- und Ausblick auf die aktuelle Situation am Finanzmarkt und die Auswirkungen auf die Sparkasse Tauberfranken. Die Situation sei angespannt, so Reiner, da auch die Sparkasse hier vor Ort unter der Niedrigzinspolitik der EZB leiden
müsse. Dieser "politische Zins", so Reiner, stelle das bisherige Geschäft vor neue Herausforderungen. Während die Geldpolitik der EZB seit Sommer 2014 zur Abwehr von Deflationsrisiken gedacht war, könne man bei guter wirtschaftlicher Lage und unter Einbeziehung der Inflationsrate die weitere
Niedrigzinspolitik der EZB nicht teilen. Reiner gab aber auch einen Ausblick, vor welchen Herausforderungen die Sparkasse Tauberfranken -gerade auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung in allen Bereichen - stehe.
Dieses Thema aufgreifend ging der örtliche Regionaldirektor Marco Schneider auch auf das veränderte Kundenverhalten ein. Interessant war hierbei die zunehmende Zahl von Onlinetransaktionen und zurückgehenden Filialbesuchen. Bundesweit habe die Sparkasse 35 Millionen Kunden - im Schnitt greifen bereits jetzt 31 Millionen Nutzer täglich per App zu, demgegenüber stünde im jährlichen Durchschnitt nur noch ein Filialbesuch eines Kunden. Vor
diesem Hintergrund musste man leider auch den Weg zu Filialschließungen gehen, um dafür in weniger - aber dafür modernen -Kundenzentren die Beratung durchzuführen.
Unter den drei Säulen "Digitalisierung, Regulatorik und Niedrigzins" beleuchtete Schneider verschiedene Aspekte für die interessierten Mitglieder des JU-Stadtverbandes genauer. Dabei ging
Schneider auch auf die Kontogebühren ein. Hierbei biete man jedem Kunden für eine Pauschale von 5,90 Euro im Monat ein breites Angebot. Die Preise der Bank wurden vor dem Hintergrund der aktuellen Lage am Finanzmarkt hierbei von Schneider transparent beleuchtet.
Der Aus-und Fortbildungsleiter der Sparkasse Tauberfranken, Jochen Müller, ging im Anschluss auf die Ausbildung bei der Bank näher ein. Hierbei gab Müller auch Auskunft über die solide Ausbildungsfülle, die neben dem theoretischen Vermitteln von Wissen auch durch zahlreiche gemeinschaftliche Aktivitäten- etwa bei einer dreitägigen Klausurtagung im Kloster Schöntal -
geprägt sei. Sichtlich beeindruckt vom Arbeitgeber Sparkasse wurden hierzu von den Mitgliedern der JU auch einige Nachfragen an Müller gerichtet, etwa zur Kooperation mit der Caritas. Dominik Martin, JU-Bezirksvorsitzender, sprach vor diesem Hintergrund das in der JU momentan diskutierte "Jahr für Deutschland" an.
MdB Alois Gerig lobte sodann in seinem Grußwort die Wirtschaftsreihe der Jungen Union, sei dies doch eine perfekte Möglichkeit, sich selbst ein Bild von Arbeitgebern in der eigenen Heimat zu verschaffen. Er versprach, auch in schwierigen Zeiten mit Blick auf die Zinspolitik in Europa und die
zunehmende Regulierung für die Banken, weiterhin ein offenes Ohr für die Anliegen der Sparkasse zu haben, sei diese doch im Wahlkreis fest verwurzelt und unterstütze viele Menschen auf ihrem persönlichen Lebensweg.
In einer spannenden Diskussion wurden noch zahlreiche Themen vertieft und beleuchtet. Stadtverbandsvorsitzender Marco Hess dankte am Ende der Sparkasse Tauberfranken für die Gelegenheit zum Gedankenaustausch und den informativen Einblick. "Einmal sehen ist besser als tausendmal hören", so Hess, der hierbei noch den Bogen von der Finanzwelt in die zahlreichen
gesellschaftspolitischen Themen spannte, die mit dem Sektor Banken zusammenhängen.

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