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Korrektur der Polizeireform gefordert

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„Die schützen, die uns schützen“ – Junge Union Lauda-Königshofen Gast bei der Polizei

Lauda-Königshofen. Am vergangenen Donnerstag hat die Junge Union (JU) Lauda-Königshofen im Rahmen ihrer Wirtschaftsreihe mit dem Polizeirevier in Tauberbischofsheim zum ersten Mal eine öffentliche Institution besucht. Das Polizeirevier ist auch für die Stadt Lauda-Königshofen zuständig. Dabei wurden die zahlreichen Teilnehmer vom Leiter des Polizeireviers, Burkhard von der Groeben, empfangen und durch die wichtigsten Räume geführt. So konnte die Gruppe etwa Einblicke in die Zellen vor Ort und den Funkraum werfen. Im Anschluss folgte ein sehr informativer Vortrag, in dem der Aufbau sowie die Karrieremöglichkeiten bei der Polizei in Baden-Württemberg erläutert wurden. Im besonderen Fokus stand dabei die innere Sicherheit sowie die Sicherheitspolitik des Landes. Interesse hatten die Mitglieder der Jungen Union auch an der noch unter der grün-roten Landesregierung eingeführten Polizeireform. Diese traf auch das Polizeirevier Tauberbischofsheim, da wichtige Funktionen von dort aus nach Heilbronn verlagert wurden. Dies sei gerade für ländliche Regionen, wie die unsere, von Nachteil, da dadurch Aufgaben, die lokale Kenntnis voraussetzen, aus der Region verlagert wurden. „Eine stark aufgestellte Polizei, die schnellstmöglich am Brennpunkt des Geschehens ist, ist von besonderem Interesse für den ländlichen Raum.“, erklärte der Stadtverbandsvorsitzende Marco Hess. „Zentralisierung halte ich in einer derartig wichtigen Angelegenheit, wie der Sicherheit unserer Mitbürger, für den falschen Weg.“ Auch Polizeirat von der Groeben äußerte Kritik daran, dass durch die Polizeireform nicht alles optimal lief und er in vielen Punkten Nachbesserungsbedarf sehe.
Dem Besuch der JU ebenfalls angeschlossen hatte sich der Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag und örtliche Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Wolfgang Reinhart. Er sprach der Polizei und insbesondere dem hiesigen Revier seinen Dank aus. Die dargestellten Zahlen – u.a. mit Blick auf eine gute Aufklärungsquote oder auch eine geringe Zahl an Wohnungseinbrüchen und Jugendstraftaten – legten eindrucksvoll dar, dass die Polizei hier im Kreis eine hervorragende Arbeit leiste. „Wir sind als CDU-Fraktion mit der Polizeireform in vielen Punkten nicht einverstanden und haben unsere Kritik schon während der letzten Legislaturperiode mehrfach vorgebracht, die leider verhallt ist“, so Reinhart. Der Abgeordnete richtete seinen Blick auch nochmals auf die voreilige Schließung der Polizeiakademie als Ausbildungsstandort der Polizei in Wertheim durch die Vorgängerregierung. Er sei sich sicher, dass die gerade stattfindende Evaluation der Reform unter Beteiligung aller Reviere gute Optimierungsvorschläge mit sich bringen wird. „Diese werden wir als Fraktion dann zum Wohle der Polizei unterstützen, fördern und begleiten“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende.
Alle Mitglieder waren sich darüber einig, dass die Stärkung und der Ausbau der Polizei in Baden-Württemberg ein wichtiger Tagesordnungspunkt der Landespolitik sein sollte, den es weiterhin zu diskutieren gilt. Der Besuch der Polizei war von daher eine Bereicherung für das politische Verständnis über innere Sicherheit von allen Beteiligten. Hess dankte Polizeirat von der Groben abschließend im Namen der JU für den Einblick und die Möglichkeit zum Austausch. Auch aufgrund dieser guten und interessanten Erfahrungen hofft die JU in den nächsten Besuchen von Unternehmen oder Institutionen, weitere informative und aufschlussreiche Einblicke erhalten zu können.

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